Siekhöhe schließen – Geflüchtete angemessen unterbringen- Teilhabe ermöglichen

Unter diesem Motto wurden knapp 1000 Unterschriften zur Schließung der Flüchtlingskunft Siekhöhe und für eine menschenwürdige Unterbringung der Geflüchteten gesammelt. Diese werden morgen dem Sozialausschuss übergeben.

Kommt zur öffentlichen Sozialausschussitzung am Dienstag, 13.6. um 18.45 Uhr ins neue Rathaus. Vorher besteht die Möglichkeit die Unterkunft auf der Siekhöhe (16 Uhr) sowie dem IWF am Nonnenstieg (17.30 Uhr) zu besichtigen. Kommt zahlreich!

PRESSEMITTEILUNG

Zahlreiche Göttinger Bewohnerinnen und Bewohner sprechen sich gegen die Pläne der Stadtverwaltung aus, die Flüchtlingsunterkunft am Anna-Vandenhoeck-Ring (Siekhöhe) weiter zu betreiben. Bei einer von verschiedenen freiwilligen Flüchtlingsinitiativen initiierten Unterschriftenaktion wurden bis Montagmittag 935 Unterschriften gegen den Erhalt der Unterkunft Siekhöhe gesammelt. Unterzeichnet haben sowohl langjährige Göttingerinnen und Göttinger, als auch viele Geflüchtete. Wir fordern die Stadtverwaltung und die Mitglieder des Sozialausschusses daher nachdrücklich auf, diese Erklärungen für die Schließung der Unterkunft Siekhöhe ernst zu nehmen und nicht aufgrund von Kostenkalkulationen leichtfertig zu übergehen.

Die Unterkunft Siekhöhe ist als ehemalige Lagerhalle nicht für eine dauerhafte Unterbringung von Menschen geeignet. Solange nicht ausreichend dezentraler Wohnraum für alle Geflüchteten zur Verfügung steht, ist die Stadtverwaltung in der Pflicht, besser geeignete Unterkünfte, etwa die Unterkunft IWF (Nonnenstieg), zu erhalten. Die vorgebrachten Vorzüge der Siekhöhe, beispielsweise Deutschkurse und soziale und medizinische Betreuung, sind nicht an den Standort Siekhöhe gebunden, sondern können ebenso in anderen Unterkünften ausgebaut werden. Die bestehenden Strukturen dieser Unterkünfte  –  neben dem IWF ist etwa auch die Unterkunft in der Europaallee zu nennen  – bieten hierfür eine gute Grundlange. So gibt es im IWF bereits ein dichtes Netz an freiwilligen Helferinnen und Helfern; außerdem ist die Unterkunft eines der bundesweiten Modellprojekte im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium und von UNICEF koordinierten Gewaltschutzprojektes.

Grundsätzlich bieten all diese Einrichtungen den dort untergebrachten Geflüchteten weit eher die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, als die Siekhöhe. Die baulichen Nachteile der ehemaligen Lagerhalle wie das fehlende Tageslicht und der stetige Lärmpegel, sowie die isolierte Lage am äußersten Stadtrand ohne direkte Nachbarschaft sind dagegen direkt mit der Unterkunft Siekhöhe verknüpft und stellen für eine dauerhafte Unterbringung von Menschen unzumutbare Bedingungen dar.

Die Unterschriftenlisten werden den Mitgliedern des Sozialausschusses vor der Sitzung am Dienstag, 13.06., übergeben.

———-

Vernetzungstreffen der freiwilligen Initiativen

zur Unterstützung von Geflüchteten

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s